Abschied in der Hauptstadt Quito

In den letzten Tagen haben wir uns noch die Hauptstadt Quito angeschaut.

Unter anderem waren wir in einem Museum direkt auf der Aequator-Linie. Dort wurde uns zuerst etwas ueber die verschiedenen Kulturen in Ecuador erzaehlt und gezeigt. Zum Beispiel wie man Schrumpfkoepfe herstellt. =) Und spaeter konnte man noch verschiedene Experimente auf der Ecuatorlinie machen.

Gegen Abend sind wir dann noch mit einer Seilbahn auf einen Vulkan hier direkt neben Quito auf 4100m gefahren. Von dort konnten wir dann die ganze Stadt und die umliegende Andenlandschaft ueberblicken. Nach einem Coca-Tee war es dann dunkel und wir hatten eine super Aussicht ueber ein riesiges Lichtermeer.

Am naechsten Tag besuchten wir noch ein Museum des bekanntesten Kuenstlers aus Ecuador (Guayasamín). Dieser lebte im 20. Jdh und hat sich fuer Menschenrechte hier im Land eingesetzt.

Auch sehr schoen fanden wir den botanischen Garten, mit einer grossen Orchideensammlung und das Reptlienhaus mit Ecuadors Giftschlangen, Froeschen und Schildkroeten.

In der Altstadt besichtigten wir verschiedene Kloester und Kirchen, in einer davon waren ganze 7 Tonnen Blattgold verarbeitet.

Wir hatten hier in Ecuador eine super Zeit, die jetzt leider schon zu Ende ist, da in ein paar Stunden unser Flug (ueber Atlanta, mit 11 Stunden Aufenthalt) zurueck nach Deutschland startet.

Bis Bald =)

Ps.: Leider haben wir keine Zeit mehr Bilder hochzuladen, wir haben Hunger. =)

Otavalo zum Zweiten zu Zweit

SAM 1311-150x150 in Otavalo zum Zweiten zu ZweitNachdem wir morgens um 4 Uhr aufgebrochen sind und halb Ecuador durchquert haben, kamen wir abends um 20 Uhr in Otavalo an.

Den naechsten Tag verbrachten wir auf dem Markt und in den vielen Laeden, wo hauptsaechlich Schals, Pullis, Decken, Haengematten und Schmuck verkauft werden. Dabei wurden wir leider viel zu schnell Zeit und Geld los. =)

SAM 1330-150x150 in Otavalo zum Zweiten zu ZweitNachdem wir dann am Samstag noch ein paar Stunden mehr auf dem Markt verbracht hatten, wurden wir nachmittags am Hostel abgeholt, da wir eine Reittour geplant hatten. Diese fiel aber leider, im wahrsten Sinne des Wortes, ins Wasser, da wir nach kurzer Zeit von einem Regenschauer ueberrascht wurden und komplett durchnaesst waren. Zurueck im Hostel goennten wir uns erstmal eDSC01729-150x150 in Otavalo zum Zweiten zu Zweitine heisse Dusche und einen leckeren Cappuccino. Bei unserer Unterkunft handelte es sich wieder einmal um einen Gluecksgriff. Zum Beispiel konnte man sich dort, im Innenhof unter einem riesigen Avocado-Baum, bei einem Hervido (frischer, heisser Fruchtsaft mit Zuckerrohrschnaps) in der Haengematte entspannen. =)

Am Sonntag wanderten wir zum nahe gelegenen DSC01699-150x150 in Otavalo zum Zweiten zu ZweitWasserfall, der auch fuer die Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel war. Am Nachmittag fuhren wir dann zu einer Vogelauffangstation, wo wir unter anderem auch Kondore und spaeter eine Flugshow sehen konnten.

Tags darauf entschloss ich mich dann, die Reittour zu wiederholen, waehrend Marie sich die Stadt anschaute und restliche Einkaeufe erledigte. =)

Montanita – das Paradies fuer Surfbretter und Strandparties

DSC01662-150x150 in Montanita - das Paradies fuer Surfbretter und StrandpartiesLetzte Woche am Freitag kamen wir dann, nach ca. 12 Stunden Fahrt mit einem kurzen Zwischenstopp in Guayaquil, an der Kueste in dem kleinen Ort Montanita an. Zu Beginn fuehrte uns die Fahrt durch einen Nationalpark, der uns stark an Herr der Ringe erinnerte. Spaeter gingen die Anden dann in eine flache Kuestenlandschaft ueber, welche hauptsaechlich durch Bananenplantagen bestimmt wurde.

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Nachdem wir unser Hostel (welches nicht das einzige dort bleiben sollte) bezogen hatten, machten wir uns auf den Ort zu erkunden. Der interessante Teil war nicht besonders gross und bestand hauptsaechlich aus Restaurantes, Bars und Discos aus Bambus, Holz und Palmen. Dort lernten wir dann Axel kennen, einen der vielen Kunsthandwerker, welche dort in DSC01652-150x150 in Montanita - das Paradies fuer Surfbretter und Strandpartiesden Strassen ihre Arbeiten verkaufen. Spaeter bei einem Bier erzaehlte er uns, dass er aus Peru kommt und sich mit dem Kunsthandwerk seit 12 Jahren das Reisen durch Suedamerika finanziert. Nebenbei konnte man Strassenartisten beim Fackeljonglieren und Einradfahren beobachten. Spaeter kam Marie dann noch auf die glorreiche Idee, sich einen Crepe zu goennen, der sie die naechsten 5 Tage beschaeftigen sollte. =)

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Am naechsten Tag zogen wir um in unser Traum-Hostel, mit eigener Haengemattenterasse, direkt am Meer. Dort lernten wir noch ein paar andere Deutsche kennen und genossen die Zeit am Strand. Leider lies sich die Sonne kaum blicken, wovon wir uns aber nicht die gute Laune nehmen liessen. Natuerlich musste ich an diesem Ort das Surfen auch DSC01683-150x150 in Montanita - das Paradies fuer Surfbretter und Strandpartiesausprobieren, was eine spassige Angelegenheit war. Fuer die musikalische Unterhaltung sorgten Ricardo und sein Freund, zwei Ecuatorianer aus Guayaquil, mit Gitarre und Gesang.  Dort konnten wir, zu unserem Bedauern, aber nur zwei Naechte bleiben, da dann das Hostel ausgebucht war.

Dann besuchten wir noch eine Gemeinde im nahegelegenen Nationalpark. Die SAM 1231-150x150 in Montanita - das Paradies fuer Surfbretter und StrandpartiesAnreise war eine abenteuerliche Fahrt mit einem Dreirad-Taxi. Ca. zwei Stunden lang wurden wir dort durch ein Museum, archeologische Fundstaetten und die Umgebung gefuehrt. Zum Schluss kamen wir noch an ein Thermalbecken und zu einem Aussichtspunkt. Da dieser Ausflug fuer Marie doch noch ziemlich anstrengend war, beschlossen wir, dass ich am naechsten Tag alleine zur Isla de la Plata fahren wuerde.

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Mit einem Boot wurde unsere Gruppe zur Insel gebracht, auf welcher wir dann bei einer Wanderung verschiedene einzigartige Tiere wie zum Beispiel Blaufusstoelpel gesehen haben. Spaeter hatten wir noch die Moeglichkeit, an der Insel zu Schnorcheln wobei man ein Korallenriff und viele bunte Fische sehen konnte. Auf der Rueckfahrt stoppten wir noch, um Wale zu beobachten.

An dem Tag konnte sich Marie dann erholen und besorgte schonmal die Tickets nach Guayaquil, damit wir am naechsten Tag um 4 Uhr morgens zu unserem naechsten Reiseziel aufbrechen konnten.

Cuenca – Die schoenste Stadt Ecuadors

Nach DSC01565-150x150 in Cuenca - Die schoenste Stadt Ecuadorszwei Mal umsteigen, waehrend einer eintaegigen Fahrt, kamen wir dann nachts um halb 10 in Cuenca an. Dort war dann das Hostel, welches wir uns eigentlich ausgesucht hatten leider schon ausgebucht. Aber dort empfahl man uns ein anderes, nur ein paar Haeuser weiter. Dieses Hostel stellte sich dann als Gluecksgriff heraus, wo wir gerne noch laenger geblieben waeren. Es befand sich in einem der aelteren, aber renovierten Haeuser Cuencas, mit ueberdachtem Innenhof, in welchem das Hostel auch ein Cafe betreibt. Dort war abends immer jede Menge los und das Essen schmeckte super, auch wenn es fuer mich etwas zu wenig war. =)

DSC01604-150x150 in Cuenca - Die schoenste Stadt EcuadorsDie erste Nacht teilten wir uns das Zimmer mit zwei Iren, die insgesamt ein Jahr in der ganzen Welt herumreisen. In den folgenden Tagen besichtigten wir die Altstadt, welche sich durch viele koloniale Bauten auszeichnet. Besonders auffaellig war die grosse Kathedrale mit drei blauen Kuppeln. Ausserdem ist Cuenca ein Zentrum der Panama-Hut Produktion, die ihren Namen zu Unrecht tragen, da sie aus Ecuador stammen. In dem dortigen Panama-Hut Museum hatten wir besonders viel Spass dabei, die unzaehligen verschiedenen Hutmodelle an zu probieren. Wir waren auch noch in Museeen fuer moderne Kunst und Archeologie. Dort gab es unter anderem Bilder mit floureszierender Farbe und Fundstuecke der bis zu 15.000 Jahre alten Kulturen Ecuadors.

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Am Donnerstag fuhren wir mit dem Bus zu den zwei Stunden entfernten Inca-Ruinen von Ingapirca. Diese waren echt beeindruckend, auch wenn unsere Fuehrung leider nur auf Spanisch war.

Ansonsten vertrieben wir uns die Zeit in kleinen Kunsthandwerkslaeden, lecker duftenden Baeckereien und in einem kleinen Cafe, wo wir endlich mal wieder einen echten Cappuccino genossen. DSC01554-e1280704476302-150x150 in Cuenca - Die schoenste Stadt EcuadorsDSC01545-150x150 in Cuenca - Die schoenste Stadt Ecuadors

Banos – Baeder des Heiligen Wassers

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Am Sonntag Nachmittag kamen wir dann, nach einer relativ kurzen Busfahrt (nur 5 Stunden), in Banos, einem kleinen Ort wieder in den Anden, an. Sofort vielen uns die vielen Staende auf, an denen Zuckerrohr und andere Suessigkeiten verkauft wurden. Nachdem wir unser Gepaeck am Hostel abgeliefert hatten, machten wir uns hungrig auf die Suche nach etwas Essbarem. Schliesslich landeten

wir in der Markthalle bei typisch ecuatorianischem Essen. Dort haette esuebrigens auch goldbraun und knusprig gegrillte Meerschweinchen gegeben. =)

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Spaeter brachen wir auf um noch etwas von der Gegend zu sehen. Mit einem

Bus fuhren wir etwas talabwaerts zu einem riesigen Wasserfall, der sich auf

der anderen Seite der Schlucht befand. Gluecklicherweise gab es aber eineSeilbahn die uns, mit einer halsbrecherischen Fahrt, direkt oberhalb des Wasserfalls absetzte. Dort probierten wir dann zum ersten mal die Frucht der Kakaopflanze, die wir noch von Inga und Tony als Abschiedsgeschenk bekommen hatten. Dazu versucht man das etwas schleimige, weisse

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Fruchtfleisch von den Bohnen zu lutschen. War eine lustige Angelegenheit, Kakaofrucht schmeckt uebrigens

etwas wie Maracuja.

Abends goennten wir uns dann zum ersten mal ein Essen in einem richtigen Restaurant. Unsere Wahl fiel auf einen Italiener, wo wir uns von Pasta und chilenischem Wein (der aus Ecuator ist bekanntlich nahezu ungeniessbar) verwoehnen. Nachdem ich noch schnell bei der Bank war, konnte ich auch die Rechnung bezahlen, da wir vergessen hatten davor unsere Finanzen zu

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checken. =)

Am naechsten morgen besuchten wir dann noch das aelteste Thermalbad von Banos, welche dem Ort seinen Namen geben. Dort konnte man sich auch unter dem eiskalten Wasser, des direkt nebenan herab stuerzenden Wasserfalls, vom heissen Bad abkuehlen.

Da das Wetter leider nicht so schoen war, beschlossen wir schon an diesem

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Tag nach Cuenca auf zu brechen.

Im Dschungel-Camp

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Am Dienstag Abend habe ich dann also eine, nach 18 Stunden im Flugzeug, ziemlich fertig aussehende Marie (nimms mir nicht uebel) vom Flughafen abgeholt. Wir haben dann beschlossen, am naechsten Tag gleich ins Amazonas-Tiefland aufzubrechen und keine Zeit in der Hauptstadt zu verschwenden.

Nach einer 6-stuendigen Busfahrt kamen wir dann abends in Tena, eine der groesseren Staedte dort, an. Ein paar Minuten spaeter kamen wir dann, von dem schwuelen KlimaSAM 0858-150x150 in Im Dschungel-Camperschlagen, in einem Hostel mit deutschem Besitzer an. Das Zimmer im Hostel hatte zum Glueck Mueckengitter vor dem Fenster und, was uns in diesem Moment viel wichtiger war einen Ventilator. =) Nachdem wir wieder etwas abgekuehlt waren haben wir uns auf die Suche nach einem Abendessen gemacht und uns Backpacker-typisch mit gegrillter Banane und Maiskolben an den Strassenrand gesetzt. Zurueck im Hostel fielen wir muede ins Bett und wurden am naechsten morgen erst von dem lautstarken Hahn des Nachbarn geweckt. Nach einemDSC01342-150x150 in Im Dschungel-Camp Fruehstueck auf der Hostel-Terasse mit Blick ueber die Stadt und den angrenzenden Regenwald, haben wir uns noch auf die Suche nach Flipflops fuer mich gemacht. Leider jedoch erfolglos, da meine Schuhgrosse hier hoechstwahrscheinlich nicht existiert. =) Am spaeten Vormittag trafen wir an unserem Hostel dann eine noch realtiv junge Deutsche (Inga), die mittlerweile hier Dschungel-Touren organisiert und deren Flyer wir in unserem Hostel in Quito gefunden hatten, getroffen. Mit ihr haben wir dann unseren Aufenthalt im RegenwaldSAM 0988-150x150 in Im Dschungel-Campgeplant.

Nachmittags zogen wir dann noch auf eigene Faust los um einen Wasserfall zu besichtigen. Dieser war echt schoen, leider hatten wir wenig Zeit und keine Badesachen dabei, denn zu diesem Zeitpunkt waere ein Bad in dem kuehlen Bach genau das richtige gewesen. Danach fuhren wir noch weiter nach Misahualli gefahren, einem kleinen Dorf an einer Flussmuendung, welches frueher der Ausgangspunkt fuer Dschungelexpeditionen war. Heute bevoelkert eine Horde frecherSAM 0963-150x150 in Im Dschungel-CampKapuzineraffen den Strand dort und sorgt fuer die Unterhaltung der Einheimischen und Reisenden.

Wieder zurueck in Tena wurden wir dann gegen Abend von Inga und ihrem ecuadorianischen Mann am Hostel abgeholt. Mit ihnen fuhren wir dann zum Grundstueck eines Freundes, der inmitten seines eigenen Regenwaldes eine Unterkunft fuer Reisende aufgebaut hat. Nach einer 20-minuetigen Autofahrt, mussten wir dann mit unseren Rucksaecken noch ca. eine halbe Stunde durch den Dschungel kaempfen, bis wir uns dann schliesslich, mit einer kaltenDSC01362-150x150 in Im Dschungel-CampDusche mitten im Regenwald, an einer wunderschoen gelegenen Finca, abkuehlen konnten. Nach einem leckeren Abendessen (Nudeln mit Gemuese). Als wir dann endlich in den bequemen Betten lagen, stoerte uns nicht einmal die ungewohnte, aber einzigartige Geraeuschkulisse beim Einschlafen. Spaeter erfuhren wir uebrigens, dass es sich dabei hauptsaechlich um Froesche handelt die Laute machen, welche normalerweise nur von Affen und Grillen erwartet werden.DSC01369-150x150 in Im Dschungel-Camp

Am naechsten morgen erwartete uns Inga schon mit Pfannkuchen und Obstsalat. Kurz darauf sind wir aufgebrochen und mit ihrem uralten Landrover ueber eine Schotterpiste zum Fluss (Rio Napo) gefahren. Dort erwartete uns bereits ein Motorkanu, welches uns ein Stueck flussaufwaerts zu einem Kichwa-Museum brachte. Dort konnten wir unteranderem verschiedene Jagdmethoden, Fallen und Utensilien aus dem taeglichen Leben der Ureinwohner besichtigen. Nach dem MittagessenDSC01370-150x150 in Im Dschungel-Campkonnten wir uns noch im Blasrohr-Schiessen (welches uebrigens ca. 2 Meter lang war) versuchen und von die traditionelle, alkoholhaltige Chilca kosten. Dieses Getraenk aus vergorener Yuca ist uebrigens auch das Grundnahrungsmittel der Indianer hier.

Spaeter liessen wir uns dann auf Reifen den Fluss abwaerts treiben, bis zu einer Tierauffangstation. In diesem Projekt, welches von einer Deutschen gegruendet wurde, werden einheimische Tiere, welche verletzt oder gefangen genommen wurden,SAM 0952-150x150 in Im Dschungel-Campgepflegt und wenn moeglich wieder im eigenen geschuetzten Regenwaldreservat ausgewildert. Ein lustiger Australier fuehrte uns durch die Station, wo wir unter anderem verschiedene Affen-, Papageien-, und Schildkroetenarten, von denen einige auch frei in der Anlage leben. Danach gings wieder zurueck in unsere Regenwald-Unterkunft. Am Abend erwaehnte Marco (der Besitzer der Finca, ein echt lustiger Geselle) ganz beilaeufig, dass hier in seinem Wald auch die gefaehrlichsten Schlangen Suedamerikas zu finden sind.DSC01407-150x150 in Im Dschungel-Camp =)

Waehrend ich mich am naechsten Tag mit Inga und Marco durch den Regenwald und eine Schlucht gekaempft hab, hat es  sich Marie, mit einem Spanisch-Sprachfuehrer, an der Finca in einer Haengematte bequem gemacht. Spaeter hab ich mich dann noch mit Marco, leider erfolglos =), im Goldwaschen versucht. Am Abend hat Tony uns dann ein traditionelles Gericht der Kichwa, aus in Blaettern eingewickeltem,

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gegrilltem Fisch und Yuca zubereitet. Dabei haben festgestellt, dass dasOktoberfest sogar im Amazonas-Regenwald bekannt ist. =)

Am naechsten Morgen mussten wir dann Abschied von unserer Jungel-Herberge und unseren Reiseleitern, mit denen wir mittlerweile einfreundschaftliches Verhaeltnis hatten. Wieder in Tena machten wir uns dann auf den Weg nach

SAM 1000-150x150 in Im Dschungel-Camp Baños.

Vulkan-Eis, Stinkendes Wasser und gruene Skulpturen

An einem ziemlich trueben Sonntag Morgen bin ich dann also von der Station aufgebrochen und hab mich auf den Weg DSC01274-150x150 in Vulkan-Eis, Stinkendes Wasser und gruene Skulpturennach Tulcan gemacht. Nach einer Bus- und zwei Taxifahrten bin ich dann schliesslich auch dort bei einem Hostel angekommen. Ist hier ja zum Glueck alles nicht so teuer. Mit dem Hostel war ich echt zufrieden, das Zimmer war hell, sauber und billig.

Nachdem ich dort meine Sachen verstaut hatte bin ich erstmal auf den Markt gegangen. Dieser bestand hauptsaechlich aus einem Lebensmittelmarkt, die hier aber immer echt toll sind, weil es so viele verschiedene Fruechte und so gibt. Das Aussergewoehnliche auf diesem Markt waren die Staende an denen man sich einen Saft mit Eis von einem Vulkan hier in der Naehe holen kann. Dieses Eis wird dort aus dem Gletscher gesaegt und in grossen Bloecken zum Markt gebracht, weil es anscheinend heilende Wirkung hat. Naja lecker war das Getraenk auf jeden Fall, ueber die heilende Wirkung kann ich leider nichts sagen. =)DSC01270-150x150 in Vulkan-Eis, Stinkendes Wasser und gruene Skulpturen

Danach hab ich mich auf den Weg zu den “Aguas heliondas” (stinkende Wasser), einem Thermalbad, gemacht. Die heissen so, weil das Wasser ein bisschen nach faulen Eiern riecht. Dazu musste ich ersteinmal mit nem Bus ne halbe Stunde in ein kleines Dorf fahren. Dort hab ich dann zu mittag gegessen, ein typisch fuer die Region, zur Vorspeise einfacher, ungesalzener Kaese mit Honig und dann Kartoffeln, Choklo (eigentlich fast das gleiche wie ein Maiskolben nur die Koerner sind etwas groesser), Kaese und Aji (eine scharfe Chilisauce).

Von dem Dorf aus muss man dann erst noch mit einem Gelaendewagen 20 Minuten fahren. Normal wartet man bis einer voll ist und jeder zahlt dann nen Dollar. Ich bin dann in den nachesten eingestiegen und war erst alleine und die DSC01279-150x150 in Vulkan-Eis, Stinkendes Wasser und gruene SkulpturenFahrerin wollte losfahren und dafuer 6 Dollar von mir, auf meine Nachfrage hin hat sie gemeint es gaebe nicht mehr Leute die jetzt noch dort hin wollten. Zum Glueck hab ich mittlerweile ein bisschen Erfahrung mit diesem Land und bin dann einfach mal Richtung Thermalbad los gelaufen. Nach ca. 5 Minuten kam dann auch schon ein Gelaendewagen von hinten, der mich fuer einen Dollar mitgenommen hat. =)

Das Thermalbad war echt super. Es besteht nur aus 3 Becken mit verschiedener Waerme und einem Raum mit Umkleiden und Klos. Aber das Wasser war super, relativ trueb weil es ziemlich viele Mineralien enthaelt, aber heiss und das war richtig super nach den letzten 4 Wochen im Winter Ecuadors. =) Ausserdem liegt das Bad direkt am Fuss des Vulcan Chiles und man hat aus den Becken eine super Sicht auf die steilen Berghaenge mit Wasserfaellen usw. Die Leute dort waren super nett und ich hab michDSC01277-150x150 in Vulkan-Eis, Stinkendes Wasser und gruene Skulpturen relativ bald auch mit einigen unterhalten, ist einfach super wenn man hier ein bisschen Spanisch kann.

Wegen meinem Ruckweg hatte ich erst noch Bedenken, weil am Bad keine Gelaendewagen mehr waren, aber mich hat dann ein Bus mit einer Gruppe aus San Gabriel mitgenommen, der ueber Tulcan zurueck gefahren ist. Ein Sitzplatz war zwar nicht mehr frei, aber man findet immer ein Plaetzchen. Ansonsten haette ich auch eine Stunde spaeter mit dem Direktor des Bades nach Tulcan fahren koennen, mit dem ich mich zufaellig unterhalten hab. Es hat sich dabei herausgestellt, dass die Haushaelterin (Koechin) Margerita von der Guandera-Station hier manchmal Sonntags in dem Restaurant bei dem Bad aushilft. =) Besagtem Bus ist uebrigens waherend der Rueckfahrt ein Reifen kaputt gegangen, aber da wir schon kurz vor Tulcan waren, konnte ich dann mit nem Gelaendewagen mitfahren, der kurz angehalten hatte. DSC01291-150x150 in Vulkan-Eis, Stinkendes Wasser und gruene Skulpturen

Ansonsten hab ich am Sonntag nicht nicht mehr so viel gemacht. Mittlerweile war es uebrigens gutes Wetter und die Sonne hat gescheint.

Am Montag bin ich dann bei Sonnenschein aufgewacht, am Himmel war keine einzige Wolke. Ich hab mich dann morgends erstmal zum Friedhof aufgemacht. Der ist naehmlich nicht einfach nur ein Friedhof, sondern beherbergt Hunderte aus Hecken geschnittene Skulpturen. Dazwischen zogen sich lange weisse Mauern, mit kleinen Kammern fuer Urnen und Saerge und zwischen den Hecken hatte es auch normale DSC01296-150x150 in Vulkan-Eis, Stinkendes Wasser und gruene SkulpturenGraeber. Man konnte auch auf die Mauern und von dort hatte man eine super Sicht ueber die Stadt und die Skulpturen. Es war nur ein etwas komisches Gefuehl auf dem Friedhof, wo die Leute entweder Touristen waren die sich die Skulpturen angeschaut ham oder Leute von denen Angehoerige dort begraben sind.

Als ich mich dann auf den Rueckweg gemacht habe, war die Stadt mittlerweile zum Leben erwacht. Es war total viel los. Es gibt hier total viele Laeden mit Klamotten und anderen Sachen, weil total viele Leute aus Kolumbien hier her kommen um einzukaufen, weil die Einfuhr von vielen Dingen nach Kolumbien denke ich verboten ist. An jeder Ecke stand auch einer oder mehrere Leute die Dollars gegen Pesos tauschen und rund um den Zentralen Park waren Gelaendewagen aufgereiht die die Leute wieder zur Grenze bringen. DSC01271-150x150 in Vulkan-Eis, Stinkendes Wasser und gruene Skulpturen

Ich hab mir dann noch ein bisschen die Stadt angeschaut und war im Zentralmarkt, das ist ein Markt, hauptsaechlich mit Lebensmitteln, der nicht auf der Strasse stattfindet, sondern in einem ummauerten Haeuserblock und dort befinden sich feste Staende, weil dieser Markt jeden Tag stattfindet. Der Markt war auf jeden Fall super, dort gab es auch keine kolumbianische Spezialitaet, ein Getraenk aus Saft und rohem Ei und dazu ein frittiertes Baellchen aus Kaese-Teig. Ich hab mich dann mit so einem Saft (aus Karotte und einem Kraut, war total super) ohne Ei (was auch angeboten wurde) begnuegt, da ich keine grosse Lust hatte hier Salmonellen zu bekommen, aber sonst probier ich eigentlich immer alles. =)

Spaeter hab ich mir auf diesem Markt dann nochmal einen Vulcaneis-Drink gegoennt und mich dabei mit der DSC01308-150x150 in Vulkan-Eis, Stinkendes Wasser und gruene SkulpturenVerkaeuferin und ihrer Freundin (vom gegenueberliegenden Stand mit Gemuese, die schon ziemlich alt war) unterhalten, weil diese sich dafuer interessiert haben, was ich hier so mache und wahrscheinlich nicht so oft Auslaender (bis auf Kolumbianer) dort vorbei kommen. Hab mich ueber ne halbe Stunde mit ihnen unterhalten, waehrendessen hat sie mir dann nochmal nachgeschenkt und wollte am Ende dann garkein Geld von mir nehmen. =) Als ich dann gefrag hab ob ich von den Beiden noch ein Bild vor dem Gemuese stand machen darf, war die aeltere ganz aus dem Haeuschen und hat sich erstmal hinter ihren Stand verzogen um sich die Haare zu kaemmen. =)

Uebrigens sind mir die Maerkte mittlerweile die liebsten Plaetze zum Essen, weil man dort das authentischste Essen bekommt, das dazu auch noch das billigste ist. So hab ich dann dort noch Tortillas (gebratene Kartoffelbreitaler) mitDSC01311-150x150 in Vulkan-Eis, Stinkendes Wasser und gruene Skulpturen Salat und frittierten Baellchen aus einem Linsen- und Kaeseteig gegessen und waehrendessen die neugierigen Fragen der Einheimischen beantwortet, die immer ein bisschen beeindruckt waren, dass ich dort allein unterwegs war, weil sie mich juenger schaetzen als ich bin. Zum Nachtisch gabs dann Milchreis mit Panella und einer gegrillten Kochbanane. Panella ist uebrigens eine Art gepresstes Zuckerrohrmus. Es ist die Vorstufe zum Zucker und schmeckt weniger suess, dafuer aber fruchtig und wird hier von den Einheimischen verwendet weil es billig ist als Zucker und mir schmeckt es eigentlich viel besser, schade dass es das in Deutschland nicht gibt.

Dann hab ich mich auf den Weg zurueck nach Quito gemacht. Dafuer musste ich ca. 4,5 Stunden mit dem Bus fahren. Der war sogar richtig neu und haette auch in Deutschland gut ausgesehen. Bei den Busfahrten steigen uebrigens bevor man los faehrt und an jeder groesseren Haltestelle immer Leute ein und verkaufen alles von Getraenken bis zu frittiertem Fleisch.

Abends bin ich dann in Quito angekommen und wollte eigentlich noch den Bericht hier schreiben. Dazu bin ich aber nicht mehr gekommen, weil ich beim Abendessen einen Deutschen und einen Schweizer getroffen hab und mich mit denen noch ein paar Stunden unterhalten hab. Die sind beide mit ner Organisation hier und wohnen in nem Appartement hier in Quito und machen Sprachkurs und auch Volunteer und so. Ich hab uebrigens auch ein Super Hostal gefunden, das von Indios unterhalten wird und total schoen gestaltet ist innen. Jedes Zimmer traegt den Namen von einem Vulkan hier in Ecuador und die Waende sind total schoen bemalt und so. Dazu ist es noch das billigste was ich gefunden hab und man bekommt ein super Fruehstueck mit Obstsalat, Joghurt und Muesli, was hier nicht selbstverstaendlich ist weil normalerweise bekommt man hier nur ein trockenes Broetchen, Margarine, Marmelade und Kaffee.

Bei mir ist es mittlerweile Dienstag Abend und ich werd nach dem Abendessen irgendwann mit nem Taxi zum Flughafen fahren um Marie abzuholen. Dann werden wir entweder gleich morgen oder uebermorgen aufbrechen ins Amazonastiefland und am Ende nochmal ein bisschen Zeit hier in der Hauptstadt verbringen. Aber dazu dann spaeter.

Die letzten Eindruecke aus Guandera

So das ist jetzt mein letzter Eintrag zu meiner Zeit als Volunteer in der Station im Guandera-Wald. Morgen frueh werd ich dann von DSC01213-e1279388876178-150x150 in Die letzten Eindruecke aus Guanderadort aufbrechen und weiterreisen, aber dazu spaeter noch.

Ich fang einfach mal dort an, wo ich letztes Mal aufgehoert hab. Letzten Samstag war hatte ich dann noch ein bisschen Zeit hier in San Gabriel und hab dann hier so ne Art Eisdiele (ist hier natuerlich kleiner und bisschen heruntergekommener wie bei uns) und hab dort noch nen Milchshake getrunken. Die bestehen hier uebrigens nur aus Milch und Fruechten. Das Problem war nur, dass die nette Verkaeuferin mir zwar die Fruechte aufgezaehlt hat die sie hat, ich aber die spanischen Namen nicht kannt. War ziemlich lustig, sie hat dann naehmlich einfach von jeder Frucht eine geholt und ich konnte mir aussuchen was ich will. =) Naja das werd ich heute auf jeden Fall spaeter wieder machen.

Am Sonntag war ich dann in der Gemeinde unten um Mails zu schreiben. Als ich mich dann auf den Heimweg gemacht hab, hab ich noch nem Mann geholfen sein Gelaende Motorad (das ham hier ziemlich viele) an ner Baustelle vorbei zu tragen und zum Dank hat DSC01137-e1279389077349-150x150 in Die letzten Eindruecke aus Guanderaer dann gemeint, er nimmt mich mit hoch zur Station. Erst war ich ein bisschen skeptisch, weil hier niemand mit Helm faehrt und das hier holprige Bergstraesschen sind. Aber ich habs natuerlich troztdem gemacht und es hat echt Spass gemacht. =) Man muss dazu sagen, dass er auch echt vernuenftig gefahren ist und diese Motorraeder echt super sind fuer die Strassen hier.

Nachmittags sind dann noch ein paar Studenten gekommen, die sich die Station anschauen wollten und mit denen ich mich dann ne Weile unterhalten hab. Eine von denen hatte die ganze Zeit ihr Handy mit Radio an, weil nebenher ja das Endspiel der WM lief.

Dann waren wir in der letzten Woche noch zwei Mal wandern. Das erste mal am Montag waren wir bei nem Wasserfall der vom Paramo in den Wald runter kommt. Den hatten wir schonmal von weitem gesehen und ich hab zu Jose dann gemeint, dass ich den noch sehen will. Er hat erst gemeint, das sei gefaehrlich, weil der Weg ziemlich schlecht ist. Also auf jeden Fall war dort anscheinend DSC01211-150x150 in Die letzten Eindruecke aus Guanderaschon seit zwei Jahren niemand mehr, weil sich dort mal eine Volunteerin gleich doppelt ein Bein gebrochen hat. Ich glaube Jose hatte aber auch Lust dort mal wieder hin zu gehen, also hat er sich mit einer Machete bewaffnet und wir sind losgezogen. Am Anfang hat man den Weg fast nicht mehr gesehen und Jose musste ihn wieder freischlagen. Spaeter hab ich dann auch gemerkt warum er gemeint hat, dass der weg ziemlich anspruchsvoll ist. Teilweise mussten wir an den Wurzeln von riesigen Baeumen Steilhaenge hoch klettern oder in der Hocke durch ein Bachbett waten und noch mehr solcher Spaesse halt. =) Aber es hat auf jeden Fall Spass gemacht und der Wasserfall war super. Danach sind wir an dem Wasserfall vorbei in den Paramo hoch gewandert und auf einem anderen (besseren) Weg wieder zurueck. Dieser wird aber anscheinend auch nicht sehr oft benutzt, auf jeden Fall haben wir auf dem Weg zurueck im Wald noch total viele Orchideen gesehen. Nach ner Zeit weis man dann auch wo man die Suchen muss.

Das zweite mal war am Donnerstag. Da haben wir dann eine Tagestour gemacht. Wir sind zuerst ziemlich weit in den Paramo DSC01218-e1279389486432-150x150 in Die letzten Eindruecke aus Guanderagewandert zum “Sancha de Piedra” (heist soviel wie Grenze im Stein) das ist ein Einschnitt in einem Bergruecken, von dem man glaubt, dass er von den Inkas stammt. Dieser Bergruecken ist zugleich uebrigens auch die Grenze zwischen dem Andenhochland und dem Amazonastiefland. Auf dem Foto wo ich zu sehen bin stehe ich auf dieser Grenze in 4100m Hoehe. Dort haben wir uebrens auch eine Andenrose gesehen, die sind anscheinend ziemlich selten, aber Jose weis wo man sie suchen muss.  Danach sind wir dann in einem grossen Bogen zur “Nariz del Diabolo” (Teuflesnase, eine andere wie das Tourihighlight weiter im Sueden) gewandert. Das ist ein grosser Felsvorsprung von dem man eine super Aussicht ueber das Andental hier hat. Dort kann mann auch ein Stueck runterklettern, wo es einen Platz unter diesem Felsvorsprung gibt, wo wir dann zu mittag gegessen haben. Von dort aus sind wir dann wieder zurueck zur Station. Leider haben wir keinen Baeren gesehen, obwohl Jose gemeint hat, dass er bei dieser Tour bis jetzt fast immer einen gesehen hat. Insgesamt sind wir 7,5 Stunden gewandert, dabei wahren wir ziemlich schnell, denn Jose hat gemeint, dass er mit manchen Volunteer-Gruppen auch DSC01235-150x150 in Die letzten Eindruecke aus Guanderaschon an die 12 Studen fuer die Strecke gebraucht hat.

Ansonsten war ich diese Woche zum Beispiel noch mit Margarita beim Milch holen. Dazu kann ich nur sagen, hier ist die Welt noch in Ordung. Dazu sind wir ca. 20 min zu einem der naechsten Hoefe gelaufen. Dort war der Bauer grad mit nem Eimer und nem kleinen Fass auf der Weide bei den Kuehen und hat sie gemolken. Wir konnten dann no zu schauen wie er unsere Milch von einer Kuh gemolken hat und haben sie dann direkt bekommen. Wieder in der Station hab ich dann ein Glas von der ganz frischen Milch bekommen, schmeckt wirklich super, viel besser als das was man bei uns im Supermarkt bekommt. Bei uns wurde die Milch dann gleich noch ein bisschen gekocht, weil man anscheinend von der rohen Milch Bauchschmerzen bekommen kann, ich hab nichts davon gemerkt. =)

Und damit ihr nicht denkt, dass ich hier nur zum Spass bin. Ich hab zum Beispiel auch noch eine Grube fuer ein neues Klo hier ausgehoben, weil im Sommer ne Gruppe von 40 Leuten hier her kommt und dann die 2 Klos im Haus ein bisschen wenig waeren.

Der Freitag war dann noch ein schoener Abschluss. Morgends sind wir den Rundweg durch den Wald gelaufen und haben Samen von DSC01252-e1279389824430-150x150 in Die letzten Eindruecke aus GuanderaGuandera Baeumen gesammelt. Dabei haben wir auch gruene Papageien gesehen, die sahen ziemlich toll aus, waren aber leider zu schnell und dann zu weit weg fuer ein Foto. Die Samen haben wir dann mittags eingepflanzt, die kleinen Baeumchen werden dann fuer ein Wiederaufforstungsprojekt verwendet. Ausserdem haben wir noch Minze in den Garten vor dem Haus gepflanzt, weil es jeden Nachmittag hier nen Minztee gibt, die Pflanze dazu war aber immer ein Stueck weg von der Station. Spaeter ist dann noch ein ehemaliger Volunteer (10 Jahre her), aus Oesterreich, mit seiner Familie vorbei gekommen. Er hat sich bei seinem Aufenthalt hier damals in die Kuechenaushilfe verliebt und lebt jetzt mit ihr in Oesterreich und kommt manchmal mit ihr hier her um ihre Familie zu besuchen.

Es war auf jeden Fall eine super Zeit hier und wenn ich nochmal vor der Wahl staende wuerde ich es wieder hier machen. Aber jetzt freu ich mich auch ziemlich drauf, den Rest von Ecuador zu sehen. Mittlerweile ist ja schon ueber die Haelfte meiner Zeit hier in Ecuador vorbei. Mein Spanisch hat sich uebrigens ziemlich gebessert. Ich kann mich jetzt ziemlich gut verstaendingen und mich sogar ein bisschen mit den anderen unterhalten. Und verstehen tu ich fast alles was sie sagen, auch wenn mir manchmal ein Wort unbekannt ist.

Also werd ich Morgen frueh von der Station nach Tulcan aufbrechen. Das ist die Hauptstadt dieser Region und sie liegt direkt an der Grenze zu Kolumbien. Keine Angst dort ist es nicht gefaehrlich. Auf jeden Fall hab ich beschlossen dort dann noch eine Nacht zu bleiben, weil ich von hier oben im Norden noch wa sehen will, bevor ich mich am Montag mittag auf den Weg zurueck nach Quito mache um am Dienstag dort Marie ab zu holen. Soviel zu meinen weiteren Plaenen.

Viele Gruesse aus Ecuador

Nur noch eine Woche im Wald der Guanderas

So meine Zeit hier neigt sich leider langsam dem Ende. Aber ich freu mich auch schon drauf, den Rest von Ecuador kennen zu lernen.

Letzten Sonntag war ich uebrigens beim Friseur, das war jetzt mal noetig. Ist auch besser so, dann trockenen die Haare schneller DSC00995-150x150 in Nur noch eine Woche im Wald der Guanderasund es wird nicht so heiss in der Sonne. Naja war auf jeden Fall ne lustige Geschichte. Ich war in Mariscal (dem Dorf hier in der naehe) da gibts so nen kleinen Friseursalon (ist eigentlich nur ein kleiner Raum mit grossem Spiegel und Friseursachen halt) der von zwei Frauen betrieben wird. Ich glaub der hat nur Samstags und Sonntags ein paar Stunden auf. Naja ich seh jetzt eigentlich fast genauso aus, wie wenn ich in Deutschland beim Friseur war. Mit dem kleinen Unterschied, dass das ganze nur 15 Minuten gedauert hat und ich dafuer genau einen Dollar zahlen musst. Hat sich schon gelohnt, dass ich nicht daheim noch war. =)

Am Mittwoch hatte ich uebrigens bisschen Sonnenbrand, aber nur ganz oben auf den Ohren. Das kam mir zuerst schon ziemlich komisch vor. Weil ich an dem Tag nur 10 Minuten in der Sonne gesessen war. Also ich setz mich hier oefters bisschen in die Sonne, erstens um mich dran zu gewoehnen und zweitens weil das ziemlich schoen ist, wenn es hier sonst oft ehr kuehl ist. Naja aber dann ist mir eingefallen, dass ich seit Sonntag nicht mehr in der Sonne war und die Stelle oben an den Ohren wahrscheinlich die einzige ist, die dieses Jahr noch gar keine Sonne abbekommen hat, weil da immer Haare waren. =) Also die Sonne scheint hier schon recht stark zu sein, nur gut dass ich da (auch durch Italien) schon relativ gut dran gewoehnt bin.

Letzte Woche wurde hier in der Hauptstadt dieses Bundeslandes (die liegt direkt an der grenze zu Kolumbien) die erste staatliche Uni eroeffnet. Ist die einizge Uni hier die nix kostet, die anderen sind alle privat oder von der Kirche glaub ich.

DSC01035-150x150 in Nur noch eine Woche im Wald der Guanderas

Meine Arbeit diese Woche war eigentlich aehnlich wie immer. Wir haben zum Beispiel vom ganzen Gelaende der Station Feuerholz zusammen getragen (da faellt immer einiges an), weil hier wird teilweise auch ueber dem Feuer im Kamin gekocht. Zum Beispiel Broetchen hat die Frau (Margerita heist sie) schon im Feuer gemacht, das hat voll lecker geschmeckt. Und das Essen fuer den Hund wird auch immer ueber dem Feuer gekocht, weil der Kessel zu gross fuer den Herd ist. Ich glaub Hundefutter gibts hier nicht so oder waere zu schwer zum hinbringen. Da hab ich mich am Anfang hier auch gewundert, weil da immer so ein grosser Kessel mit komischer Suppe neben dem Herd stand. =)

Wir waren auch wieder in der Gemeinde und ham in dem “Garten” hinter dem DSC01013-150x150 in Nur noch eine Woche im Wald der GuanderasGuandera-Office gearbeitet. Wir haben dort kleine Baum-Sproesslinge hin und her getragen, weil ein Teil des Gartens wieder an die Gemeinde geht, weil die den Platz brauchen. Die Baeume sind uebrigens fuer ein Wiederaufforstungsprojekt und sind alles Arten aus dem Guandera-Wald.

Dann haben wir noch die Tanks fuer unsere Wasserversorgung in der Station gesaeubert. Das war ziemlich interessant. Das erste Becken war ein paar Huntert Meter von der Station entfernt im Wald, wo ein kleiner Bach der aus dem Berg kommt aufgefangen wird. Den Weg musste man teilweise mit der Machete erst wieder freischlagen, weil das kein richiger Wanderweg ist, der immer freigehalten wird. Da konnte ich dann ein bisschen nachvollziehen wie sich die ersten Pioniere im Urwald gefuehlt haben muessen. =) Ich war erstaunt wie sauber das Wasser des DSC01065-150x150 in Nur noch eine Woche im Wald der GuanderasBaches ist. Und gut ist es sicher auch, dahinter kommt Kilometerweit nur Paramo. Im ersten Becken setzt sich das Bisschen Erde usw. ab das noch im Wasser ist. Von da aus geht es weiter zu nem zweiten Becken auf halbem Weg im Wald. Dort war dann die Wand noch bisschen gruen von Algen oder so. Das dritte Becken, oberhalb der Staion, war dann komplett sauber. Und von dort aus geht das Wasser dann in Reserve-Tanks. Und wie gesagt, das Trinkwasser wird sicherheitshalber  eh erst noch abgekocht.

Halbzeit in Guandera

So, die Haelfte meiner Zeit hier in Guandera ist rum. Mir gehts eigentlich ehr so, dass ich denk, dass ich jetzt nur noch zwei Wochen hier hab. Ist schon ziemlich schoen DSC00924-150x150 in Halbzeit in Guanderahier. =) Das einzige an was man sich gewoehnen muss ist, dass es von abends bis morgends relativ kalt werden kann, aber da hat sich mein Koerper irgendwie relativ gut angepasst, aber ich hab ja zum Glueck auch nen guten Schlafsack dabei (in dem es dann an der Kueste vllt zu warm wird).

Was hab ich diese Woche noch so gemacht? Am Dienstag waren wir mal wieder in Mariscal Sucre (die Gemeinde hier) und haben dort gearbeitet. Jose hat dort sein Haus, was zugleich auch als Buero fuer die Guandera Station dient und dahinter hat er seinen eigenen kleinen botanischen Garten (die Flaeche gehoert irgendwie auch der Gemeinde). Dort werden Orchideen und andere Blumen aus dem Reservat gesammelt (die dort ausgestellt werden und glaub dann auch fuer andere grosse botanische DSC00911-150x150 in Halbzeit in GuanderaGaerten verwendet werden) und  kleine Pflanzen gezuechtet (glaub hauptsaechlich Baeume) die dann fuer Parks (zb in Quito) verwendet werden. Dort ham wir dann gearbeitet, zum Beispiel ein neues Beet angelegt oder fertige Pflanzen durch die gegend getragen. Mittagessen gabs dann bei den Nachbarn und Jose ist dann gleich in Mariscal geblieben, weil am Mittwoch seine acht Tage Urlaub im Monat angefangen haben. (er arbeitet auch am Wochenende und hat deswegen dann einmal laenger frei)

Am Mittwoch Morgen kam dann der Mann, der ihn solange vertritt. Der ist von nem Hof hier aus der Gemeinde und auch erst 25. Er ist eigentlich ganz nett und ich versteh mich gut mit ihm. Ich glaube fuer den ist das hier ein bisschen wie Urlaub, weil er sonst auf dem Hof glaub laenger und haerter arbeitet. Mittwoch und Donnerstag haben wir dann hauptsaechlich hier um die Station herum gearbeitet, weil man realtiv viel tun muss, damit die nicht von der Wildnis verschluckt wird und die Gaerten hier um DSC00940-150x150 in Halbzeit in Guanderadas Haus zuwuchern. Da haben wir dann zum Beispiel auch gelernt mit ner Machete die Wege wieder ein bisschen freier zu machen oder wie man damit auch dickere Aeste durch bekommt. (ist gar nicht sooo einfach) Aber hat echt auch Spass gemacht. =) Ansonsten haben wir halt zum Beispiel Unkraut von den Gaerten entfernt oder nen Weg hier neu angelegt, mit Steinen aus dem Bach.

Am Freitag Vormittag haben wir dann wieder eine Wanderung in den Paramo (das Grasland hier ueber der Baumgrenze gemacht) und sind aber dieses Mal nicht den Rundweg gegangen sondern bis zum hoechsten Punkt des Hanges hier. Dahinter erstreckt sich dann noch eine riesige Flaeche dieses Graslandes. Aber man hat von dort eine super Aussicht, die sicher noch besser ist, wenn es nicht ganz so bewoelkt ist wie an diesem Tag. Jose hat auch schon gemeint, dass er vllt mit mir mal ne Wanderung da hoch macht, die den ganzen Tag dauert und man dann auf nem Bergruecken steht und auf der DSC00944-150x150 in Halbzeit in Guanderaeinen Seite die Anden sieht und auf der anderen das Amazonastiefland. Ich glaub da muss ich ihn nochmal drauf ansprechen wenn er wieder da ist. Nach dem Mittagessen bin ich dann noch nach Mariscal gelaufen um ein paar Mails zu schreiben (da gibts Internet). Mittlerweile lauf ich da eigentlich ganz gern hin, ich brauch fuer den Weg jeweils ca. ne Stunde. Aber die Sicht ist halt super vom Weg aus, weil man ueber das ganze Tal schauen kann und mitten durch diese idyllische Landschaft hier laeuft. (ich hoff ihr habt euch die Bilder angeschaut, die werden beim Draufklicken naehmlich groesser) Und mittlerweile bin ich das auch ein bisschen gewoehnt, bin ja letztes Wochenende schon paar mal dort runter gelaufen. Ausserdem sind die Leute hier alle ziemlich nett und jeder dem man begegnet gruesst einen und wenn derjenige mit nem Auto unterwegs ist hupt er halt als Gruss. =) Die Laeden sind uebrigens auch ziemlich lustig hier, weil da normal niemand da ist der was verkauft oder so. Da muss man immer erst hin und klingeln und dann kommt normal innerhalb der naechsten paar Minuten jemand und macht einem auf. (sonst klingelt man halt nochmal, da ist immer jemand)DSC00969-150x150 in Halbzeit in Guandera

Bin uebrigens grad wieder in der groesseren Stadt hier (San Gabriel) und war auf dem Markt. Da findet man wirklich alles, zum Beispiel Kleidung, Schuhe, Spielzeug, Werkzeug und Lebensmittel. Da gibts uebrigens Staende mit allen nur erdenklichen Fruechten, sieht echt super aus und bei den meisten weis ich nicht wie sie heissen. Aber wir ham in der Station zum Fruehstueck ja immer frischen Saft und da hab ich einige kennen gelernt. (zb. Baumtomate, schmeckt super) Eigentlich wollte ich mir noch irgendwelche leichteren Schuhe kaufen (ist aber nicht so wichtig), was leider nicht funktioniert hat, da ich fuer hier leider zu grosse Fuesse hab, da muss ich in Quito dann nochmal schaun vielleicht. Viele der aelteren Leute hier, zb in Mariscal, sind uebrigens wirklich nicht groesser wie Hobbits. =)DSC00968-150x150 in Halbzeit in Guandera

Naja und das Fussballspiel hab ich zum Teil mitbekommen. Bin echt stolz auf unsere Jungs. =) Schade, dass ich die Spiele nicht anschaun kann, obwohl das hier warscheinlich eh nur halb so toll waere wie in Deutschland.

Hey,
freut mich, dass ihr den Weg zu meinem Blog gefunden hast. Ich werde hier immer mal wieder etwas schreiben und euch Bilder zeigen. Ihr dürft gerne alles kommentieren, oder mir eine Mail schreiben.
Viele Grüße, Julius